Tag 1: Anreise über Röm und Lister Ellenbogen
Anfang Juli 2024 habe ich mich kurzentschlossen mit meinem Motorrad auf einen Wochenend-Trip nach Sylt gemacht. Für die Anreise habe ich nicht den Autozug sondern selbstverständlich die Fähre gewählt. Ich fahre gerne mit der Fähre. Ein für Sylter Verhältnisse halbwegs bezahlbares Hotel in Westerland war ebenfalls schnell gefunden. Und meine drei wichtigsten Ziele standen auch schon fest: Lister Ellenbogen, Hörnumer Odde und Morsumer Kliff. Mehr dann je nach Zeit und Laune.
Nach entspannter Anreise über dänische Landstraßen ging es über den Röm-Damm nach Havneby zur Fähre. Nach kurzer Überfahrt bei etwas welliger See habe wir auch schon List auf Sylt erreicht. Nach dem Verlassen der Fähre dann in List gleich rechts abgebogen zum Lister Ellenbogen. Am Ende des Ellenbogens waren zunächst noch eine Handvoll Leute da, aber etwas später hatte ich den Lister Ellenbogen und den nördlichsten Punkt Deutschlands ganz für mich alleine. Die 7 EUR Eintritt für die Zufahrt zum Lister Ellenbogen waren das Geld allemal wert. Tolle Dünenlandschaft, auch schon auf dem kurzen Weg von List zum Lister Ellenbogen, und großartige Strände mit feinstem Sand.





























Tag 2: Hörnum und Morsumer Kliff
Am nächsten Tag ging es nach Hörnum. Motorrad geparkt und dann zu Fuß einmal am Strand entlang um das Südende Sylts herum. Das Wandern im losen Sand des Strandes war etwas mühsam, hat sich aber trotzdem gelohnt. Mit lebhaftem Wind gab es auch schönen Wellengang. Wieder in Hörnum angekommen mit einem Kaffee in einer Strandbar gestärkt. Anschließend erneut auf dem Motorrad aufgesattelt und zum Morsumer Kliff gefahren. Den Rundweg am Kliff konnte ich wegen des einsetzenden Regens leider nicht ganz so unbeschwert genießen.
Bei der Fahrt nach Keitum für einen Kaffee am Nachmittag bin ich wieder komplett nass geworden. Und das Café war übervoll. Klar, wenn es regnet, wollen alle lieber drinnen sein.
Nach dem Kaffee also erst mal zurück zum Hotel und etwas frisch machen. Anschließend noch ein Spaziergang durch Westerland. Die Strandpromenade konnte man aber nicht wirklich betreten. Der starke Wind hat den Sand vom Strand hochgeweht, so dass man gesandstrahlt wurde, sobald man sich auf die Promenade gewagt hat. Leckeres italienisches Abendessen und dann wieder ins Hotel.





















(Dank des starken Windes mit viel Sand in der Luft)
Tag 3: Rückreise
Gut gefrühstückt und dann das Motorrad gepackt. Mit der Fähre ging es dann zurück von List auf Sylt nach Havneby auf Röm. Während der Fährfahrt gab es zum Abschied noch ein paar schöne Blicke auf den Lister Ellenbogen. Die Fahrt nach Hause lief dann abgesehen von einigen Regenschauern unspektakulär ab.








Fazit:
Für einen Wochenend-Trip etwas viel Gefahre für An- und Abreise. Nichtsdestotrotz macht Sylt Lust auf weitere Besuche. Dann aber gerne mit etwas weniger Wind und Regen. Zudem habe ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Das Sylt-Aquarium hatte zeitlich nicht mehr reingepasst und ich habe auch keinen Schampus in der Sansibar (oder vergleichbar) getrunken. Während der Anfahrt oder Abfahrt wären sicherlich auch der Besuch eines der Autostrände auf Röm und des Marsk-Tower kurz vor Röm interessant gewesen. Naja, so bleibt noch was fürs nächste Mal!