Weiter auf dem Great Glen Way plus kleinem Abstecher nach Aberdeen

Nachdem ich vor etwa eineinhalb Jahren den Great Glen Way in Schottland in Angriff genommen habe, war es so langsam an der Zeit, mit diesem Projekt weiterzumachen. Damals hatte ich mich vor der Etappe von Drumnadrochit nach Inverness gedrückt, da diese die schwierigste Etappe des Great Glen Way ist. Mehr als 30 Kilometer und dazu noch einige hundert Höhenmeter. Zudem lässt sich diese Etappe nicht wirklich gut teilen. Man muss also durchziehen.

Ankunft in Inverness

Relativ kurzentschlossen habe ich mich dann Anfang November auf den inzwischen bekannten Weg nach Inverness gemacht, um explizit diese lange Etappe zu meistern. Wettervorhersage eher durchwachsen, aber man kann ja nicht alles haben. Zumindest habe ich einen passenden Flug und ein strategisch gut gelegenes Hotel für meine Unternehmung gefunden. Wie beim letzten Mal wollte ich wieder mit dem Bus zum Startpunkt der Etappe fahren. Dieses Konzept hatte sich ja bereits bewährt. Zur Bushaltestelle waren es von Hotel aus keine 100 Meter. Innenstadt, Geldautomat und Supermarkt ebenfalls alle nahe bei.

Tag 1: Great Glen Way von Drumnadrochit nach Inverness

Gleich mit dem ersten Bus ging es morgens kurz nach 6 Uhr los in Richtung Drumnadrochit. Im Nessieland war es noch Dunkel. Nessie hat vermutlich noch geschlafen. Die erste Stunde musste ich in der Morgendämmerung entlang der Straße wandern. Dann ging der Weg endlich in den Wald hinein.

Nach dem Anstieg durch den Wald gab es auf den freien Flächen die ersten Blicke auf wattige Nebelbänke. Vom Loch Ness war aber nichts zu sehen. Ich entschied mich für die „High Route“ des Great Glen Way. Diese führt über die Bergspitze „Carn Na Leitire“ und bietet (zumindest bei gutem Wetter) einen tollen Rundumblick inklusive Loch Ness (so jedenfalls meine Vermutung). Ich hatte nur Nebel rundherum, aber das war auch klasse anzuschauen. Aus den Nebelschwaden guckten die einzelnen Bergspitzen heraus.

Nach einer kurzen Mittagsrast am Abriachan Forest Trust ging es über eine doch recht längliche, später dann asphaltierte Strecke immer geradeaus Richtung Inverness. Das Abriachan Café an der Strecke ließ ich allerdings aus; ich hatte ja gerade Pause gemacht. Mit dem letzten Waldstück vor Inverness wurde die Landschaft nochmal etwas interessanter, bevor es dann durch einige Neubaugebiete und ein kurzes Stück entlang des Caledonian Canal hinein nach Inverness ging.

Insgesamt waren es 30,5 km, die ich in 10:03 Stunden gelaufen bin. Ich denke, mit dem Wetter hatte ich eher noch Glück gehabt. Es war zwar kühl und neblig, aber bis auf etwas Nieselregen am späten Vormittag bin ich trocken geblieben. Vom Loch Ness konnte ich wegen des Nebels nichts sehen, aber der Weg über die „High Route“ hat sich gelohnt. Ein Panoramablick auf das Meer aus weißer Watte rundherum, aus dem die einzelnen Spitzen herausschauten.

Tag 2: Kurzer Ausflug nach Aberdeen

Wie immer hatte ich noch einen Reservetag eingeplant. Um die Wanderung bei schlechtem Wetter gegebenenfalls noch schieben zu können oder um sie zu vervollständigen für den Fall, dass ich doch zwischendrin abgebrochen hätte.

Dies war aber nicht notwendig. Somit hatte ich diesen Tag zur freien Verfügung. In Inverness hatte ich mir beim letzten Mal schon so ziemlich alles angeschaut. Ich habe mich daher entschlossen, einen kleinen Ausflug mit der Bahn zu machen. Glasgow und Edinburgh wären mit jeweils 3,5 Stunden pro Richtung etwas weit weg gewesen. Und weiter Richtung Norden sind die Verbindungen eher dünn. Daher ging es nach Aberdeen. Knapp über 2 Stunden pro Richtung, aber das war in Ordnung.

Mehr als ein kurzer Rundgang durch die Stadt war aber nicht drin. Einmal zur Küste mit Blick auf die Nordsee und dann noch die Union Street, die wichtigste Einkaufsstraße von Aberdeen, einmal rauf und wieder runter. Leider waren hier viele Baustellen. Und ansonsten gab es dort viele Billiggeschäfte. Nicht unbedingt so sehenswert.

Aber immerhin hat Aberdeen seinem Namen alle Ehre gemacht. Aberdeen trägt den Beinamen „Granite City“ eben weil viele Gebäude aus Granit gebaut sind. Zu Beginn meines Besuches hat sich das Grau der Gebäude mit dem Grau des Nebels zu einer harmonischen Tristesse zusammengefügt. Später ließ sich die Sonne dann noch blicken. Aber alles in allem würde ich Aberdeen jetzt nicht unbedingt weiterempfehlen. Vielleicht war ich mangels Zeit aber auch nicht an den schönen Ecken vorbei gekommen.

Doppelwanderung an der Spreeaue

Wanderung Nr. 1: Über den Teufelsberg entlang der Spree

Die erste von zwei Wanderungen an einem Tag startete ich am Parkplatz „Spreeaue“ etwas nördlich der Ortschaft Dissen-Striesow. Bei meist sonnigem Wetter ging es über den Teufelsberg mit den hölzernen Auerochsen südlich der Spree entlang in Richtung Westen. Auf der Landstraße L50 wechselte ich dann auf die nördliche Seite der Spree und wanderte die ganze Strecke wieder zurück zum Parkplatz.

Insgesamt 8,4 Kilometer in 2:04 Stunden.

Wanderung Nr. 2: Bei den Karpfenteichen

Nach einer kurzen Pause am Parkplatz war ich wieder frisch gestärkt. Ich habe mich spontan entschieden, noch eine weitere Wanderung zu machen. Diesmal genau in die andere Richtung. Also wieder südlich der Spree entlang, aber diesmal Richtung Osten zwischen den Karpfenteichen hindurch.

Der Rückweg zum Parkplatz führte mich dann direkt an der Spree entlang, ohne aber auf die nördliche Seite zu wechseln.

Insgesamt 5,6 Kilometer in 1:24 Stunden.

Weiter auf dem Malerweg mit Etappe 5 und Teilen von Etappe 4

Tag 1: Etappe 5 des Malerwegs inklusive Großer Winterberg

Nach den ersten drei Etappen im Februar ging es im April nun weiter auf dem Malerweg. Doch statt der vierten Etappe nahm ich zunächst die fünfte Etappe in Angriff. Diese startet an der Neumannmühle und führt über das Große Pohlshorn, vorbei am Alten Zeughaus und der Goldsteinaussicht, schließlich über den Großen Winterberg bis hinunter nach Schmilka an der Elbe.

Leider war am Tag meiner Wanderung sämtliche Gastronomie auf der Strecke geschlossen. Insbesondere auch der Biergarten auf dem Großen Winterberg. Schon halb verdurstet durfte sich somit der erste Kiosk in Schmilka über einen erhöhten Umsatz freuen. Den anderen Wanderern ging es an diesem Tag aber wohl auch nicht anders. Der Kiosk mit seinen Sitzmöglichkeiten war gut besucht.

Auf einen Besuch im Brauhaus in Schmilka habe ich dann verzichtet und bin mit Fähre und Bahn wieder zurück nach Bad Schandau gefahren. Nach einer erfrischenden Dusche im Hotel mit dem Bus dann nochmal zur Neumannmühle, um mein Auto wieder einzusammeln. Mit dem bin ich morgens nämlich zum Startpunkt der Etappe gekommen. Eigentlich hatte ich das erst für den nächsten Tag geplant, aber da man auf dem Parkplatz an der Neumannmühle nicht über Nacht parken darf, war es dann jetzt so. Die Busfahrt durch das Kirnitzschtal kann ich aber empfehlen. Einfach mal aus dem Fenster schauen und die Fahrt genießen. Ohne selbst laufen zu müssen.

Tag 2: Anfang von Etappe 4 des Malerwegs

Tags darauf habe ich beginnend in Altendorf die vierte Etappe in Angriff genommen. Diese führt durch die Dorfbachklamm zum Schrammsteintor und jeder Menge Aussichten und Highlights danach, wie z.B. das Prebischtor oder die Himmelsleiter. Es sollte sich aber als Vorteil herausstellen, dass ich mein Auto gestern doch noch von der Neumannmühle abgeholt habe. Denn ich habe die vierte Etappe zwischendrin abgebrochen, da mir die Wanderung vom Vortag doch noch ziemlich in den Knochen lag.

Zumindest habe ich die Kletterei die Dorfbachklamm hinab gemeistert und auch den langen Anstieg von der Ostrauer Mühle bis zum Schrammsteintor. Dort habe ich dann die Etappe abgebrochen und bin zu Fuß zurück nach Bad Schandau gelaufen. Da allerdings der Obrigensteig wegen umgestürzter Bäume gesperrt war, musste ich den Umweg durch den Lattengrund nehmen. Komplett unterschätzt habe ich allerdings, wie weit es dann doch noch bis nach Bad Schandau ist. Zwar alles flach, wenn man erst einmal wieder unten an der Elbe ist, aber es zieht sich.

Nur gut, dass ich mich jetzt nicht mehr darum kümmern musste, mein Auto zu holen. Stattdessen einfach Feierabend. Und den Rest von Etappe 4 mache ich dann ein anderes Mal fertig.

Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz: die ersten drei Etappen

Tag 1: Anreise nach Bad Schandau

Nachdem ich im letzten Herbst den Wildnistrail im Nationalpark Eifel fertiggestellt habe, war es an der Zeit sich ein neues Wanderziel zu suchen. Ich habe mich aufgrund der guten Erreichbarkeit per Zug für den Malerweg in der Sächsischen Schweiz entschieden. Aus Norddeutschland kommt man von Hamburg aus mit dem EuroCity mit Ziel Prag direkt nach Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz.

Zudem kann man sich im Bordrestaurant mit Braten und Böhmischen Knödeln schon mal auf den Urlaub einstimmen. Und während ich somit durch alle bekannten Bahnhöfe und S-Bahn-Stationen Berlins kutschiert werde und sich die Menschenmassen draußen auf dem Bahnsteig drängen, lasse ich mir drinnen im Zug von der Bedienung noch ein weiteres tschechisches Bier bringen. Läuft!

Tag 2: Etappe 1 von Liebethal nach Stadt Wehlen und weiter nach Rathen

Die erste Etappe führt mich von Liebethal nach Stadt Wehlen. Im Liebethaler Grund kommt man an einem alten Elektrizitätswerk und dem Richard-Wagner-Denkmal vorbei. In den Feldern nördlich von Lohmen passiert man den Koordinatenstein, um danach mit einigem Auf und Ab durch das Uttewalder Felsentor schließlich die Stadt Wehlen zu erreichen.

Da die erste Etappe recht kurz ist, habe ich mich entschieden, auch noch den ersten Teil der zweiten Etappe mitzunehmen. Über die bekannte Bastei-Brücke komme ich heute dann noch nach Rathen.

Tag 3: Etappe 2 von Rathen nach Burg Hohnstein

Am nächsten Tag geht es dann wieder mit Zug und Fähre zurück nach Rathen, um die Etappe 2 wieder aufzunehmen. Durch Rathen hindurch komme ich zurück zum Wanderweg im Amselgrund. Am Amselfall und der Rathewalder Mühle vorbei dreht der Weg dann in Richtung Hohnstein. Zuvor bietet der Hockstein aber noch eine tolle Aussicht und in der Wolfsschlucht geht es eng zwischen den Felsen bergab.

Der Anstieg nach Hohnstein war wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Aber mangels einer ausgeschilderten Alternative habe ich dann doch diesen Weg gewählt. Mit etwas Kletterei über Baumstämme und vereiste Flächen bin ich schließlich in Hohnstein angekommen. Wintersaison. Wenig los. Nach einer kurzen Runde durch die Burg musste ich leider feststellen, dass auch die Bustaktung im Winter eher dünn ist. Noch fast zwei Stunden Wartezeit, bis mein Bus kommt. Aber glücklicherweise hatte das Laden-Bistro direkt vor der Burg geöffnet. Mit Kaffee und Kuchen konnte ich so die Zeit überbrücken.

Mit dem Bus ging es dann mit knapp einstündiger Fahrzeit zurück nach Pirna. Von dort mit Bahn und Fähre wieder zurück zu meinem Hotel nach Bad Schandau.

Tag 4: Etappe 3 von Hohnstein nach Altendorf

Inzwischen kenne ich mich mit dem ÖPNV in der Gegend ja schon etwas aus. Mit der Kombination Fähre – Zug – Bus geht es also erst einmal von Bad Schandau wieder nach Hohnstein. Dort nehme ich den Weg wieder auf. Durch den Wald und zwischen jeder Menge Felsen hindurch komme ich zur Brand-Baude. Gemütlich und für einen Zwischenstopp sehr zu empfehlen. Insbesondere, um sich für die nachfolgenden Brand-Stufen zu stärken. Da geht es ewig lang nur Treppen runter. Das schöne an diesem Weg abwärts ist ja, dass es anschließend auf dem Weg nach Waitzdorf genauso wieder bergauf geht!

Hinter Waitzdorf gibt es noch zwei schöne Aussichtspunkte mit Sitzmöglichkeit. Über Kohlmühle mit seinem alten, stillgelegten Linoleumwerk geht es entlang der Bahnschienen nach Altendorf zum Endpunkt der dritten Etappe des Malerwegs. Der Anstieg nach Altendorf zieht sich aber sehr lang. Mangels zeitnaher Busverbindung habe ich ich mich dann entschieden, auch den Weg zurück nach Bad Schandau zu Fuß zu machen. Viel gerade Landstraße, aber zumindest mit einer breiten Bankette, so dass ich gut neben der Fahrbahn laufen konnte.

Fazit zu den Etappen 1 bis 3:

Viel auf und ab. Insbesondere bei den Brand-Stufen. Zudem waren im Februar auch noch viele Eis- und Schneereste auf den Stufen vorhanden, so dass man beim Laufen immer aufpassen musste, nicht auszurutschen. Während der Wintersaison ist der Busverkehr auch nicht so dicht getaktet wie im Sommer. Also vorher gerne planen, wie und wann man zu seiner Etappe kommt. Mangels direkter Verbindung hat z.B. die Fahrt von Bad Schandau nach Hohnstein (Fähre, Zug nach Pirna, Bus nach Hohnstein) fast zwei Stunden gedauert. Mit dem Auto wären es wohl nur etwa 20 Minuten gewesen.

Meine persönlichen Highlights waren das Uttewalder Felsentor, die Basteibrücke (Klar!), die Brand-Baude mit den Brand-Stufen, die Wolfsschlucht und Hohnstein. Verpasst habe ich leider die Felsenburg Neurathen bei der Basteibrücke (Hatte geschlossen.) und die Gautschgrotte (Weitergegangen, weil vor mir gerade eine große Gruppe den Weg zur Grotte eingeschlagen hatte.).

Diesmal leider keine GPS-Aufzeichnung, weil die Batterien meines GPS-Gerätes wegen der niedrigen Temperaturen schon gleich am Anfang des Geist aufgegeben haben. Laut Komoot müssen es aber für die ersten drei Etappen ca. 37,5 km gewesen sein. Dazu kommen noch ca. 5 km für den Zuweg in Rathen und den Rückweg von Altendorf nach Bad Schandau. Zusammen also ca. 42,5 km für die drei Etappen und insgesamt etwa 1000 Höhenmeter.

Bike & Hike: Mit dem Motorrad zum Wandern in die Eifel

Tag 1: Anreise und Rundgang in Heimbach

Vom Wildnistrail Nationalpark Eifel bin ich den größeren Teil bereits gewandert. Allerdings fehlten mir immer noch zwei Teilstücke. Und zwar von der Etappe 2 der Weg von Einruhr nach Vogelsang und von der Etappe 3 das Stück von der Abtei Mariawald bis nach Heimbach. Diese beiden Etappen bin ich nur teilweise gelaufen. Die Etappen 1 und 4 bin ich bereits komplett gewandert. Für das lange Wochenende rund um den Tag der Deutschen Einheit 2024 habe ich mir vorgenommen, diese beiden verbliebenen Lücken zu schließen.

Als Experiment habe ich für die Anreise in die Eifel nicht das Auto sondern das Motorrad gewählt. Auch wenn die Eifel ein klassisches Motorradgebiet ist, war mein Ziel das Wandern in der Eifel, nicht das Motorradfahren dort. Die offene Frage war aber, ob sich Motorradfahren und Wandern („Bike & Hike“) so gut miteinander kombinieren lassen. Die benötigte Ausrüstung ist doch unterschiedlich. Und ein Motorrad bietet eben nicht soviel Stauraum wie ein Auto. Zum Glück verfügt mein Motorrad über zwei Koffer und ein Topcase. Der Helm kann während der Wanderung im Topcase bleiben, und die Motorradjacke passt in der Diagonale auch trotz Rückenprotektor noch so gerade eben in den Seitenkoffer.

Nach etwa 550 Km Anreise – im Wesentlichen über die Autobahn – bin ich am späten Nachmittag in Heimbach angekommen. Gepäck ausgeladen, Zimmer bezogen und etwas frisch gemacht. Danach war noch genügend Zeit für einen Kaffee zur Stärkung und einen ersten Rundgang durch Heimbach. Ein nettes, kleines Städtchen mit einigen Cafés und Restaurants entlang der Hauptstraße. Die Burg Hengebach kann man zumindest im Außenbereich kostenfrei besichtigen. Vom Burgberg aus sieht man zur einen Seite Heimbach und zur anderen die Rur.

Ich bin am Anreisetag auch den letzten Zipfel der Etappe 3 von meiner Unterkunft bis zum Nationalpark-Tor gelaufen; dann muss ich das am nächsten Tag nicht mehr machen.

Tag 2: Wanderung des fehlenden Teilstücks von Etappe 3 des Wildnistrail und Besuch des westlichsten Punkt Deutschlands

Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und habe erst einmal der örtlichen Bäckerei einen Besuch abgestattet. Gut versorgt ging es dann los, um den Weg von Etappe 3 bei der Abtei Mariawald wieder aufzunehmen. Dort hatte die das letzte Mal die Wanderung abgebrochen. Um zur Abtei zu kommen bin ich aus Heimbach mit einem steilen Anstieg auf den Bildchesberg (Eifel-Blick „Luna“) gewandert. Auf der anderen Seite ging es den Berg etwas gemächlicher wieder hinunter und die Abtei kam in Sicht.

Hinter Abtei führte der Weg weiter über die Kriegsgräberstätte Heimbach – Abtei Mariawald und dann in etlichen Schleifen und mit mit einigem Auf und Ab wieder zurück nach Heimbach. Damit ist dann auch die Etappe 3 des Wildnistrail fertig. Die gelaufene Strecke heute betrug 10,6 Km in 3:37 Stunden inklusive Pausen und Foto-Stopps.

Da dieses Teilstück recht kurz war, konnte ich den Nachmittag noch anderweitig nutzen. Nachdem ich auf Sylt schon am nördlichsten Punkt Deutschlands war, bin ich an diesem Nachmittag nach Selfkant zum westlichsten Punkt Deutschlands gefahren. Etwa jeweils 100 Km hin und zurück. Der westlichste Punkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt an einem Entwässerungsgraben und verfügt über eine Info-Tafel und einen Holzsteg zu einer kleinen Plattform, wo sich der Punkt befindet. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man nach drei Minuten auch schon alles gesehen hat, was es hier zu sehen gibt.

Tag 3: Wanderung des fehlenden Teilstücks von Etappe 2 des Wildnistrail

Am darauffolgenden Tag bin ich ebenfalls wieder früh aufgestanden und habe mich in der Bäckerei für den Tag versorgt. Dann ging es aber zunächst mit dem Motorrad nach Einruhr, dem Startpunkt der heutigen Wanderung. Frühmorgens hat man die Straßen so ziemlich für sich alleine. Der morgendliche Nebel hat eine tolle Atmosphäre erzeugt. In den tieferen Straßenabschnitten eher die Sicht behindernd, aber von den höheren nebelfreien Abschnitten gab es eine tolle Sicht auf die umliegenden Berge in den Nebelschwaden.

In Einruhr abgesattelt und dann erst einmal am Wasser des Obersees entlang. In der Nähe der Urftstaumauer ging es dann steil bergan auf die Dreiborner Hochfläche. Diese wurde früher als Truppenübungsplatz genutzt. Dafür musste dann auch das Dorf Wollseifen weichen. Zudem wird man wegen möglicher Munitionsreste davor gewarnt, die Wege zu verlassen.

Von Wollseifen sind nur noch die Kirche, die Schule und ein Transformatorenhaus übrig. Die anderen Gebäude sind vergleichsweise neu. Ich vermute, dass diese neu gebaut wurden, um Häuserkampf üben zu können.

Jedenfalls ist Vogelsang von Wollseifen aus nicht mehr allzu weit entfernt. Aber trotzdem nochmal mit einem satten Anstieg versehen. Zur Belohnung wartete aber die Gastronomie in Vogelsang auf mich. Leider recht voll an dem Tag. Vermutlich auch mehrere Busse mit älteren Reisegesellschaften. Nach einigem Anstehen habe ich dann aber auch mein Mittagessen und – viel wichtiger – ein paar Getränke ergattert.

Leider habe ich den Bus zurück nach Einruhr zu meinem Motorrad knapp verpasst. Bis zum nächsten Bus hätte ich noch zwei Stunden warten müssen. Das war mir zuviel. Bisher waren das auch nur etwa 12 Km; da kann man die Strecke zurück doch auch noch laufen. Also nochmal 8 Km zusätzlich und nicht Teil des Wildnistrail. Der Weg zurück hat sich aber trotzdem gelohnt. Zunächst wieder durch Wollseifen und dann über den offenen Bereich der Dreiborner Hochfläche nach Einruhr. Leider konnte ich hiervon keine Fotos mehr machen, da mein Handy-Akku bereits den Dienst eingestellt hat. Von der Dreiborner Hochfläche hat man aber einen tollen Rundumblick auf die Gegend. Und mit der Sonne, die ab dem späten Vormittag herausgekommen ist, war es schon fast zu warm.

In Summe waren es an diesem Tag 21,2 Km in 7:26 Stunden. Dabei aber eine recht lange Pause in Vogelsang gemacht und auch etwas Zeit in Wollseifen verbracht.

Tag 4: Rückreise

Hier ist nicht viel zu erwähnen. Wieder früh gestartet und die 550 Km zurück nach Hause gefahren. Zum Glück kein Stau auf der Autobahn.

Fazit

Das Projekt „Bike & Hike“ hat besser funktioniert, als ich gedacht hatte. Ich konnte meine Motorrad-Sachen gut in den Koffern unterbringen. Und der wichtigere Punkt, ich habe es nach der Wanderung auch geschafft meinen Hintern wieder aufs Motorrad zu schwingen. Keine Probleme beim Sitzen oder Fahren. Da hatte ich vorher etwas Bedenken, dass ich dann beim Fahren doch schon ziemlich kaputt von der Wanderung sein würde. Ging aber alles. Insgesamt laut GPS-Tracker 31,8 Km gewandert und dann noch 1323 Km Motorrad gefahren. Und das wichtigste: Wildnistrail Nationalpark Eifel ist fertig.

Inverness und der Great Glen Way

Tag 1: Anreise nach Inverness und erste Eindrücke von der Stadt

Der Great Glen Way ist neben dem West Highland Way der bekannteste Wanderweg in Schottland. Er führt von Fort William entlang des Caledonian Canal durch das namensgebende Great Glen bis nach Inverness. Der Wanderweg kommt dabei an mehreren Seen vorbei. Oder „Lochs“, um den schottischen Begriff zu verwenden. Insbesondere auch am berühmten Loch Ness.

Für meinen Urlaub habe ich eine knappe Woche Zeit, wobei ich drei Tage für die Wanderung einzelner Etappen des Great Glen Way verwenden möchte und den Rest, um Inverness zu erkunden. Wahrscheinlich wäre der West Highland Way die landschaftlich beeindruckendere Wahl gewesen, aber ich habe mich erst einmal für den Great Glen Way entschieden, da hier eine Überlandbuslinie entlang der Wegstrecke führt. Ich kann also die ganze Zeit über mein Hotelzimmer in Inverness haben und fahre dann mit dem Bus zu den einzelnen Etappen-Startpunkten hin. Ich muss so nicht jeden Tag an einem anderen Ort übernachten, ich muss nicht die ganze Zeit mein komplettes Gepäck schleppen und ich kann die Annehmlichkeiten von Inverness jeden Abend nutzen. Die kleineren Orte am Great Glen Way verfügen nämlich oft nur über eine spärliche touristische Infrastruktur.

Die Reise habe ich im März 2024 gemacht. Der erste Tag diente der Anreise. Mit dem Flugzeug über Amsterdam und dann nach Inverness. Der Kontrast zwischen den Flughäfen Amsterdam und Inverness könnte größer nicht sein. Amsterdam ist ein riesiger internationaler Flughafen, während man in Inverness direkt neben einer Schafherde landet.

Nach der kurzen Busfahrt vom Flughafen ins Zentrum von Inverness gab es erst einmal einen Kaffee. Das „Perk Coffee + Doughnuts“ in der Church Street bietet wirklich grandiose Doughnuts an. Nach dieser Stärkung und dem Check-In im Hotel war noch genügend Zeit, um die ersten Eindrücke von Inverness zu sammeln.

Tag 2: Great Glen Way – Etappe von Fort Augustus nach Invermoriston

Meine erste Etappe auf dem Great Glen Way startet in Fort Augustus ziemlich genau auf der Mitte des gesamten Weges. Fort Augustus ist bei Touristen beliebt und verfügt über eine breite Auswahl an Restaurants und Cafés. Sehenswert ist hier die Schleusentreppe, über die der Caledonian Canal in mehreren Stufen seinen Weg hinab zum Loch Ness findet.

Invermoriston, das Ziel dieser Etappe, hat hingegen wenig zu bieten. Ein Restaurant im Glenmoriston Arms Hotel und einen Community Shop. Das war’s dann auch schon. Da ich nach Ankunft in Invermoriston leider noch zweieinhalb Stunden auf meinen Bus zurück nach Inverness warten musste, habe ich es mir auf einer öffentlichen Picknick-Bank neben dem Community Center gemütlich gemacht. Essen und Trinken hatte ich noch ausreichend im Rucksack dabei. Zudem hatte ich durch die Wartezeit noch Gelegenheit, mir den Fluss Moriston mit Wasserfall und die zugehörigen Brücken anzusehen.

Diese Etappe bin ich am 17.03.2024 gelaufen. Für die 11,8 km habe ich inklusive Pausen und Foto-Stopps 3:16 h gebraucht. Aufgrund von Forstarbeiten war die hohe Route dieser Etappe gesperrt. Ich bin daher tiefe Route gelaufen; diese hat nur etwas über 200 Höhenmeter, während es über die hohe Route ungefähr 480 Höhenmeter gewesen wären.

Einen Walk Report mit mehr Informationen zu dieser Etappe und auch der Busverbindung gibt es hier:

https://www.walkhighlands.co.uk/Forum/viewtopic.php?f=9&t=123709

Tag 3: Great Glen Way – Etappe von Invermoriston nach Drumnadrochit (Lewiston)

Nach Übernachtung in meinem Hotel in Inverness habe ich die Strecke wieder in Invermoriston aufgegriffen. Die heutige Etappe führte dann nach Drumnadrochit oder in meinem Fall nur bis Lewiston, dem Ort direkt vor Drumnadrochit. Ich war am Ende so geschafft, dass ich auf die letzten zwei Kilometer verzichtet und bei der erstbesten Bushaltestelle auf den Bus zurück nach Inverness gewartet habe. In diesem Fall dann keiner der Überlandbusse sondern regulärer Linienverkehr der Stadt Inverness.

Diese Etappe bietet wieder eine hohe und eine niedrige Route. Hier gab es aktuell aber keine Forstarbeiten, die mich in meiner Wegwahl eingeschränkt hätten. Also selbstverständlich die hohe Route genommen. Diese führt über den höchsten Punkt des Great Glen Way und so konnte ich bei trockenem und teilweise sogar sonnigem Wetter einige beeindruckende Ausblicke auf den Loch Ness genießen. Nur der starke Wind war teilweise schon etwas unangenehm.

Auf diese Etappe bin ich 21 km gelaufen und habe dafür 7:12 h benötigt. Mit dem höchsten Punkt des gesamten Great Glen Way hat diese Etappe insgesamt etwa 740 Höhenmeter.

Tag 4: Pausentag ohne Wanderung aber dafür mit Stadtrundgang in Inverness

Nach den ersten zwei Etappen auf dem Great Glen Way wollte ich meinen Füßen heute eine Pause gönnen. Also keine lange Strecke, stattdessen lieber ein Rundgang in Inverness und den einen oder anderen Kaffee. Nach „Eggs Benedict“ zum Frühstück ging es am River Ness entlang zunächst zur Inverness Cathedral und dann dem Fluss weiter folgend bis zum Botanischen Garten von Inverness.

Klein aber fein mit einigen Außenanlagen und zwei Gewächshäusern: dem Kakteenhaus und einem tropischen Gewächshaus. Im angeschlossenen Café habe ich mir einen „Empire Biscuit“ gegönnt; das entspricht ungefähr dem, was man hierzulande als „Hanseat“ kennt, nur dass der Zuckerguss lediglich weiß und nicht rot-weiß ist.

Nach einer kurzen Stippvisite bei der Tomnahurich Swing Bridge ging es über die Ness Islands und dann auf der anderen Seite des River Ness wieder zurück zum Inverness Castle. Der Weg von der Tomnahurich Swing Bridge bis zum Inverness Castle ist übrigens das letzte Stückchen des Great Glen Way. Also bin ich heute doch auf dem Great Glen Way gelaufen!

Für den nächsten Kaffee dann nochmal zurück zur Kathedrale, um das Café im Nebengebäude der Kathedrale zu besuchen. Nach dieser Stärkung noch etwas Stöbern in Leakey’s Bookshop. Wer sich für alte Bücher interessiert, ist hier gut aufgehoben. Ansonsten früh ins Bett, um morgen für die nächste Etappe fit zu sein.

Tag 5: Great Glen Way – Etappe von Invergarry nach Fort Augustus

Sinnvollerweise hätte ich mit der nächsten Wanderung eigentlich die Etappe von Drumnadrochit bis nach Inverness machen sollen, um damit die nördliche Hälfte des Great Glen Way zu komplettieren. Allerdings ist diese Etappe über 30 Kilometer lang. Das war mir dann doch zu viel. Ich habe mich alternativ dafür entschieden, das Wegstück zu absolvieren, welches vor Fort Augustus kommt. Der Startpunkt der Etappe war dann in Invergarry in der Nähe des Invergarry Hotel.

Der Vorteil dieser Etappe liegt darin, dass sie nach anfänglichem Auf und Ab dann parallel zum Caledonian Canal und dem daneben verlaufendem River Oich verläuft. Das bedeutet, diese Etappe ist im wesentlichen flach. Auf dem breiten und bequemen Weg neben dem Kanal kann man also ganz gut Strecke machen.

Insgesamt bin ich 13,2 km gelaufen und habe dafür 4:14 h benötigt.

Tag 6: Noch ein Stadtrundgang und abends zwei Whisky

Heute nochmal die Zeit genutzt, um Inverness weiter zu erkunden. Zunächst ging es bei reichlich stürmischen Wetter zum Carnarc Point am nördlichen Ende von Inverness. Dort hat man einen guten Blick auf die Kessock Bridge. Der Wind hat das Wasser aufgewühlt, und das Wetter hat mir noch einen Regenbogen gezeigt.

Über das Merkinch Local Nature Reserve und mit einem kleinen Schlenker am Caledonian Canal entlang ging es wieder ins Stadtzentrum, um dieses weiter zu erkunden. Abends gab es ein deftiges Chili und einen Tequila beim Mexikaner „EscoBar“ und danach noch zwei Whisky im „The Malt Room“. Mein Tipp für Leute, die Whisky mit Sherry- oder Port-Finish mögen: Tullibardine.

Tag 7: Verlängerung um einen Tag mit Spaziergang auf dem Tomnahurich Cemetry Hill

Mein eigentlich für heute geplanter Rückflug wurde wegen schlechtem Wetter abgesagt und um einen Tag verschoben. Im Wesentlichen habe ich mir schon alles in Inverness angeschaut. Diese ungeplante Verlängerung konnte ich dann dazu nutzen, mir noch den Tomnahurich Cemetry Hill anzusehen.

Der Friedhof liegt auf dem Hügel „Tomnahurich“; viele der Gräber sind Familiengräber und die alten Grabsteine erzählen mit ein paar Sätzen die jeweilige Familiengeschichte. Das älteste Grab, das ich gesehen habe, war von 1865.

Von der nördlichen Spitze des Hügels hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt Inverness und insbesondere auch auf die Kessock Bridge in der Ferne. Da der Friedhofshügel in direkter Nähe vom Botanischen Garten liegt, bin ich dort nochmal auf einen Kaffee eingekehrt. Zurück wieder entlang des River Ness und noch eine letzte Runde durch die Stadt gedreht, bevor es am nächsten Tag dann wirklich nach Hause ging.

Tag 8: Rückreise und weitere Planung

Mit einem Tag Verzögerung ging es dann heute zurück. Mit dem Linienbus zum Flughafen gefahren und dort dann auf den Abflug gewartet. Alles unspektakulär.

Aber was ist noch zu tun: Die letzte Etappe von Drumnadrochit bis nach Inverness sowie der Anfang des Great Glen Way mit den Etappen von Fort William bis nach Gairlochy und weiter von Gairlochy nach Invergarry sind noch offen. Das letzte Stück lässt sich eventuell mit einer Motorrad-Tour auf der North Coast 500 (NC500) kombinieren, da deren Start- bzw. Endpunkt ebenfalls in Inverness ist. Für den ersten Teil des Great Glen Way bietet sich vermutlich Spean Bridge als Standort an. Mal schauen, wann ich die fehlenden Etappen nachhole.

Weiter auf dem Wildnistrail Nationalpark Eifel

Tag 1: Etappe 1 von Monschau-Höfen nach Einruhr

Nachdem ich in 2018 bereits einige Teile des Wildsnistrail im Nationalpark Eifel gelaufen bin, wollte ich an einem verlängerten Wochenende zwei Etappen des Wildnistrails absolvieren. Am ersten Tag bin ich die erste Etappe des Trails von Monschau-Höfen nach Einruhr gelaufen.

Dazu habe ich mich morgens vom Taxi zum Startpunkt fahren lassen, so dass ich auf meine Unterkunft in Einruhr – direkt am Wildnistrail gelegen – zulaufen konnte. Während der Wanderung gab es schöne Wiesen, Wälder und Bäche zu sehen. Richtig überwältigende Aus- und Weitblicke gab es leider nicht.

Richtig warm geworden ist mir auf der Dreiborner Hochfläche. Nach einem steilen Anstieg, der aber noch schattig im Wald lag, bin ich ziemlich aus der Puste auf die baum- und schattenlose Hochfläche gekommen; dort hat die Sonne bei sowieso schon hohen Temperaturen dann noch für zusätzliche Wärme gesorgt. Und zum Ende der Etappe ist mir noch ein zweites Mal gut warm geworden; die lange und steile Steigung hinter Erkensruhr war ebenfalls recht anspruchsvoll. Da musste ich mehrere Verschnaufpausen einlegen.

Am Ende waren es 23,5 km und 450 Höhenmeter in 7:42 h inklusive Pausen.

Tag 2: Etappe 4 von Heimbach nach Zerkall

Etappe 4 des Wildnistrails ließ sich besser organisieren als die Etappe 1. Da sowohl Start- als auch Endpunkt der Etappe an einer Bahnlinie lagen, brauchte ich kein Taxi nehmen. Ich bin mit dem eigenen Auto zum Zielpunkt nach Zerkall gefahren und habe es dort abgestellt. Dann mit der Bahn von Zerkall nach Heimbach und dort die Etappe 4 gestartet.

Wie bei Etappe 1 auch hier viele Felder, Wälder und Wiesen, aber ansonsten leider keine spektakulären Ausblicke.

Auf der Etappe 4 bin ich 17,5 km und 410 Höhenmeter in 6:50 h inklusive Pausen gelaufen.

Mit diesen beiden Etappen und den Strecken aus 2018 habe ich nun den größten Teil des Wildnistrail Nationalpark Eifel absolviert. Es fehlen noch die ersten zwei Drittel der Etappe 2 von Einruhr nach Vogelsang und das hintere Drittel der Etappe 3 von der Abtei Mariawald nach Heimbach.

Wildnistrail Nationalpark Eifel

Tag 1: Morsbach nach Vogelsang IP

Während meines Urlaubs in der Eifel in 2018 bin ich Teile des Wildnistrail Nationalpark Eifel gewandert. Zunächst bin ich von Morsbach nach Vogelsang IP gewandert. Dies ist ein Teil der zweiten Etappe des Wildnistrails, den ich aber entgegen der üblichen Richtung gelaufen bin.

Gelaufen am 11.06.2018

Tag 2: Morsbach über Gemünd zur Abtei Mariawald

Danach bin ich in üblicher Richtung von Morsbach über Gemünd zur Abtei Mariawald gelaufen. Damit habe ich dann das letzte Stück der Etappe 2 sowie ca. zwei Drittel der Etappe 3 bewältigt.

Gelaufen am 12.06.2018

Moselsteig gestartet

Ende Januar 2023 habe ich den Moselsteig in Angriff genommen. Das wird allerdings ein langfristiges Projekt werden. Der Moselsteig ist über 360 Kilometer lang und teilt die Strecke von Perl nach Koblenz in 24 Etappen. Dabei geht es entlang der Mosel, auch wenn diese nicht immer zu sehen ist. Ich habe die ersten drei Etappen geschafft.

Der große Vorteil der ersten fünf Etappen des Moselsteig liegt darin, dass diese alle entlang der Bahnstrecke der Moseltalbahn angeordnet sind. Man kann also seine Unterkunft an einem festen Ort wählen und dann einfach mit der Bahn zum Startpunkt der jeweiligen Etappe fahren bzw. nach der Wanderung vom Endpunkt wieder zurück. Der Tagesrucksack reicht. Der Rest vom Gepäck bleibt einfach im Hotel.

Etappe 1 von Perl nach Palzem

Von meinem Hotel in Nittel ging es per Bahn nach Perl. Dort habe ich zunächst einen kleinen Abstecher nach Schengen im Großherzogtum Luxemburg gemacht. Danach wieder zurück, um den Moselsteig aufzunehmen.

Das Wetter war an diesem Tag leider recht kalt (knapp unter 0°) und auch windig. Aber zumindest kein Regen und kein Schnee. Für Ende Januar also vergleichsweise gut. Allerdings waren die Wanderwege satt durchnässt und somit sehr matschig und rutschig. Meinem Handy haben die Temperaturen nicht gefallen; es hat nach ca. einem Viertel der Strecke seinen Dienst versagt.

Am offiziellen Startpunkt gab es einen ersten Blick auf die Mosel. Danach war von der Mosel nicht mehr viel zu sehen. Die Etappe ging überwiegend durch Wälder und Felder.

Die Etappe belief sich auf 24,7 km, für die ich 7 Stunden und 20 Minuten gebraucht habe.

Etappe 2 von Palzem nach Nittel

Die zweite Etappe startet in Palzem und führt zu meinem Unterkunftsort Nittel. Auf dieser Etappe gab es auch schon ein paar nette Moselblicke. Höhepunkte der Strecke waren der Helfanter Dom und die Relax-Bank mit Ausblick auf die Mosel. Leider war es zu kalt, als dass man dort hätte länger auf der Bank liegen bleiben können.

Heute waren es 16,3 km in 5 Stunden und 50 Minuten.

Etappe 3 von Nittel nach Konz

Auf der dritten Etappe war der Start sehr komfortabel, da ich direkt von meiner Unterkunft loswandern konnte. Nach einem kurzen Zwischenstopp für Kaffee und Brötchen beim örtlichen Bäcker ging es schon gegen 7 Uhr los in Richtung der Nitteler Felsen.

Der letzte Teil der Strecker war recht anstrengend, da es zur Löschemer Kapelle über eine lange Strecke kontinuierlich bergauf ging. Und danach alles wieder steil runter. Aber ich bin trotzdem heil in Konz angekommen.

Am dritten Tag waren es 22,1 km in 7 Stunden und 56 Minuten.

Zusammenfassung

Die drei Tage sind recht erfolgreich verlaufen. In Summe 63 Kilometer und etwas über 1200 Höhenmeter. Das Wetter war für Januar sehr gut. Im Sommer wird der Moselsteig aber sicherlich noch mehr Spaß machen, wenn die Weinberge alle grün sind und man bei entsprechenden Temperaturen auch mal länger draußen sitzen kann. Der wichtigste Ziel habe ich aber auch erreicht. Nachdem ich sonst immer nur 1-Tages-Touren gemacht habe, wollte ich ausprobieren, ob ich auch mehrere Tage Wandern hintereinander durchhalte. Und das hat sehr gut funktioniert.

Randnotiz:

Spannend fand ich die Priorität bei den örtlichen Infrastrukturen: Fünfzehn Weinhandlungen / Weingüter im Ort, drei Kapellen, aber nur ein Bäcker!

Harzer Hexenstieg komplett

Mit der nun abgeschlossenen vierten Etappe habe ich den Harzer Hexenstieg komplettiert. Das letzte Stück von Treseburg nach Thale habe ich ja bereits bei meiner Wanderung durch das Bodetal absolviert, wenn auch in entgegengesetzter Richtung. Von den Höhenmetern macht das aber keinen großen Unterschiede. Treseburg und Thale liegen beide auf halbwegs gleicher Höhe.

Je nach Quelle variieren die Angaben zu Länge und Anstiegen des Harzer Hexenstieg etwas, aber es müssen insgesamt 95 bis 97 km gewesen sein und etwa 1600 Höhenmeter.