Für einen Motorrad-Ausflug ohne Übernachtung habe ich gerne ein konkretes Ziel vor Augen, zum Beispiel ein Museum, einen Aussichtspunkt oder ähnliches. Idealerweise befinden sich an dem Ziel auch ein Parkplatz, um das Motorrad vernünftig abzustellen, eine (öffentliche) Toilette und irgendeine Form von Gastronomie.
Städte und Ortschaften lasse ich als Ziele explizit außen vor, da diese nicht unbedingt zum Motorradfahren geeignet sind und man in einer Stadt häufig auch mehr als nur eine sehenswerte Sache findet. Da sollte man vermutlich mehr Zeit einplanen.
Hier meine Ideensammlung von Zielen für Tages- bzw. Halbtagestouren in Schleswig-Holstein:
U-Boot-Museum (U-11) in Burg auf Fehmarn
Bungsberg (höchster Punkt Schleswig-Holsteins)
Marineehrenmal Laboe (mit U-Boot U-995)
Plöner Schloss
Eutiner Schloss
Wikingermuseum Haithabu bei Schleswig
Schloss Gottorf
Schloss Glücksburg
Leuchtturm Westerheversand
Eidersperrwerk
Meldorfer Dom
Schleusenanlage Brunsbüttel
Tiefste Landstelle Deutschlands in Neuendorf-Sachsenbande
Europäisches Hansemuseum in Lübeck
Schloss Ahrensburg
Ratzeburger Dom
Nord-Ostsee-Kanal mit Fähren
Schwebefähre Rendsburg
Das U-Boot-Museum in Burg und das Marineehrenmal könnte man zusammen mit dem U-Boot-Museum in Hamburg (U-434) zu der „Drei-U-Boote-Tour“ kombinieren.
Vom Wildnistrail Nationalpark Eifel bin ich den größeren Teil bereits gewandert. Allerdings fehlten mir immer noch zwei Teilstücke. Und zwar von der Etappe 2 der Weg von Einruhr nach Vogelsang und von der Etappe 3 das Stück von der Abtei Mariawald bis nach Heimbach. Diese beiden Etappen bin ich nur teilweise gelaufen. Die Etappen 1 und 4 bin ich bereits komplett gewandert. Für das lange Wochenende rund um den Tag der Deutschen Einheit 2024 habe ich mir vorgenommen, diese beiden verbliebenen Lücken zu schließen.
Als Experiment habe ich für die Anreise in die Eifel nicht das Auto sondern das Motorrad gewählt. Auch wenn die Eifel ein klassisches Motorradgebiet ist, war mein Ziel das Wandern in der Eifel, nicht das Motorradfahren dort. Die offene Frage war aber, ob sich Motorradfahren und Wandern („Bike & Hike“) so gut miteinander kombinieren lassen. Die benötigte Ausrüstung ist doch unterschiedlich. Und ein Motorrad bietet eben nicht soviel Stauraum wie ein Auto. Zum Glück verfügt mein Motorrad über zwei Koffer und ein Topcase. Der Helm kann während der Wanderung im Topcase bleiben, und die Motorradjacke passt in der Diagonale auch trotz Rückenprotektor noch so gerade eben in den Seitenkoffer.
Nach etwa 550 Km Anreise – im Wesentlichen über die Autobahn – bin ich am späten Nachmittag in Heimbach angekommen. Gepäck ausgeladen, Zimmer bezogen und etwas frisch gemacht. Danach war noch genügend Zeit für einen Kaffee zur Stärkung und einen ersten Rundgang durch Heimbach. Ein nettes, kleines Städtchen mit einigen Cafés und Restaurants entlang der Hauptstraße. Die Burg Hengebach kann man zumindest im Außenbereich kostenfrei besichtigen. Vom Burgberg aus sieht man zur einen Seite Heimbach und zur anderen die Rur.
Ich bin am Anreisetag auch den letzten Zipfel der Etappe 3 von meiner Unterkunft bis zum Nationalpark-Tor gelaufen; dann muss ich das am nächsten Tag nicht mehr machen.
Angekommen in HeimbachBurg HengebachViel Fachwerk in HeimbachImpressionen aus HeimbachImpressionen aus HeimbachBrücke über die RurKirche HeimbachBurg HengebachBurg HengebachBurg HengebachBurg HengebachBurg HengebachKutschen in der Burg HengebachKutschen in der Burg HengebachBurg HengebachBurg HengebachBurg HengebachNochmal die Kirche HeimbachDen letzten Zipfel der Etappe 3 von der Unterkunft zum Nationalpark-Tor schon mal heute gelaufen
Tag 2: Wanderung des fehlenden Teilstücks von Etappe 3 des Wildnistrail und Besuch des westlichsten Punkt Deutschlands
Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und habe erst einmal der örtlichen Bäckerei einen Besuch abgestattet. Gut versorgt ging es dann los, um den Weg von Etappe 3 bei der Abtei Mariawald wieder aufzunehmen. Dort hatte die das letzte Mal die Wanderung abgebrochen. Um zur Abtei zu kommen bin ich aus Heimbach mit einem steilen Anstieg auf den Bildchesberg (Eifel-Blick „Luna“) gewandert. Auf der anderen Seite ging es den Berg etwas gemächlicher wieder hinunter und die Abtei kam in Sicht.
Hinter Abtei führte der Weg weiter über die Kriegsgräberstätte Heimbach – Abtei Mariawald und dann in etlichen Schleifen und mit mit einigem Auf und Ab wieder zurück nach Heimbach. Damit ist dann auch die Etappe 3 des Wildnistrail fertig. Die gelaufene Strecke heute betrug 10,6 Km in 3:37 Stunden inklusive Pausen und Foto-Stopps.
Da dieses Teilstück recht kurz war, konnte ich den Nachmittag noch anderweitig nutzen. Nachdem ich auf Sylt schon am nördlichsten Punkt Deutschlands war, bin ich an diesem Nachmittag nach Selfkant zum westlichsten Punkt Deutschlands gefahren. Etwa jeweils 100 Km hin und zurück. Der westlichste Punkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt an einem Entwässerungsgraben und verfügt über eine Info-Tafel und einen Holzsteg zu einer kleinen Plattform, wo sich der Punkt befindet. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man nach drei Minuten auch schon alles gesehen hat, was es hier zu sehen gibt.
Blick vom BildchesbergBlick vom BildchesbergRichtung Abtei MariawaldAbtei MariawaldHier nehme ich den Weg wieder aufAbtei MariawaldAbtei MariawaldAuch andere sind schon wachKriegsgräberstätte Heimbach – Abtei MariawaldKriegsgräberstätte Heimbach – Abtei MariawaldKriegsgräberstätte Heimbach – Abtei MariawaldKriegsgräberstätte Heimbach – Abtei MariawaldEntlang der StreckeEntlang der StreckeDie Sonne kommt rausEntlang der StreckeEntlang der StreckeWieder in HeimbachGelaufene Strecke auf OpenStreet MapNachmittags am westlichsten Punkt DeutschlandsEntwässerungsgrabenKurz in den NiederlandenSteg zur PlattformKarte mit MarkierungWest-Eck„Laubsägearbeit“
Tag 3: Wanderung des fehlenden Teilstücks von Etappe 2 des Wildnistrail
Am darauffolgenden Tag bin ich ebenfalls wieder früh aufgestanden und habe mich in der Bäckerei für den Tag versorgt. Dann ging es aber zunächst mit dem Motorrad nach Einruhr, dem Startpunkt der heutigen Wanderung. Frühmorgens hat man die Straßen so ziemlich für sich alleine. Der morgendliche Nebel hat eine tolle Atmosphäre erzeugt. In den tieferen Straßenabschnitten eher die Sicht behindernd, aber von den höheren nebelfreien Abschnitten gab es eine tolle Sicht auf die umliegenden Berge in den Nebelschwaden.
In Einruhr abgesattelt und dann erst einmal am Wasser des Obersees entlang. In der Nähe der Urftstaumauer ging es dann steil bergan auf die Dreiborner Hochfläche. Diese wurde früher als Truppenübungsplatz genutzt. Dafür musste dann auch das Dorf Wollseifen weichen. Zudem wird man wegen möglicher Munitionsreste davor gewarnt, die Wege zu verlassen.
Von Wollseifen sind nur noch die Kirche, die Schule und ein Transformatorenhaus übrig. Die anderen Gebäude sind vergleichsweise neu. Ich vermute, dass diese neu gebaut wurden, um Häuserkampf üben zu können.
Jedenfalls ist Vogelsang von Wollseifen aus nicht mehr allzu weit entfernt. Aber trotzdem nochmal mit einem satten Anstieg versehen. Zur Belohnung wartete aber die Gastronomie in Vogelsang auf mich. Leider recht voll an dem Tag. Vermutlich auch mehrere Busse mit älteren Reisegesellschaften. Nach einigem Anstehen habe ich dann aber auch mein Mittagessen und – viel wichtiger – ein paar Getränke ergattert.
Welcome to Fabulous EinruhrNebelstimmung am MorgenNebelstimmung am MorgenKirche EinruhrNebelstimmung am OberseeNebelstimmung am OberseeWeiter am Obersee entlangDie Sonne kommt langsam herausWas auch immer die Pioniere hier gebaut habenViel Moos, sonst nichts losBank ohne Aussicht (zumindest bei Nebel)OberseeOberseeDas geht steilUm die Kurve und steil weiterUrftstaumauerBetreten auf eigene GefahrDreiborner HochflächeDreiborner HochflächeDreiborner HochflächeDreiborner HochflächeWüstung WollseifenWüstung WollseifenWüstung WollseifenKirche WollseifenKirche WollseifenModell Wollseifenehemalige Schule WollseifenTransformatorenhaus WollseifenIn Vogelsang angekommenNationalpark-Ausstellung in VogelsangVogelsanggelaufene Strecke auf OpenStreet Map
Leider habe ich den Bus zurück nach Einruhr zu meinem Motorrad knapp verpasst. Bis zum nächsten Bus hätte ich noch zwei Stunden warten müssen. Das war mir zuviel. Bisher waren das auch nur etwa 12 Km; da kann man die Strecke zurück doch auch noch laufen. Also nochmal 8 Km zusätzlich und nicht Teil des Wildnistrail. Der Weg zurück hat sich aber trotzdem gelohnt. Zunächst wieder durch Wollseifen und dann über den offenen Bereich der Dreiborner Hochfläche nach Einruhr. Leider konnte ich hiervon keine Fotos mehr machen, da mein Handy-Akku bereits den Dienst eingestellt hat. Von der Dreiborner Hochfläche hat man aber einen tollen Rundumblick auf die Gegend. Und mit der Sonne, die ab dem späten Vormittag herausgekommen ist, war es schon fast zu warm.
In Summe waren es an diesem Tag 21,2 Km in 7:26 Stunden. Dabei aber eine recht lange Pause in Vogelsang gemacht und auch etwas Zeit in Wollseifen verbracht.
Tag 4: Rückreise
Hier ist nicht viel zu erwähnen. Wieder früh gestartet und die 550 Km zurück nach Hause gefahren. Zum Glück kein Stau auf der Autobahn.
Fazit
Das Projekt „Bike & Hike“ hat besser funktioniert, als ich gedacht hatte. Ich konnte meine Motorrad-Sachen gut in den Koffern unterbringen. Und der wichtigere Punkt, ich habe es nach der Wanderung auch geschafft meinen Hintern wieder aufs Motorrad zu schwingen. Keine Probleme beim Sitzen oder Fahren. Da hatte ich vorher etwas Bedenken, dass ich dann beim Fahren doch schon ziemlich kaputt von der Wanderung sein würde. Ging aber alles. Insgesamt laut GPS-Tracker 31,8 Km gewandert und dann noch 1323 Km Motorrad gefahren. Und das wichtigste: Wildnistrail Nationalpark Eifel ist fertig.
Anfang Juli 2024 habe ich mich kurzentschlossen mit meinem Motorrad auf einen Wochenend-Trip nach Sylt gemacht. Für die Anreise habe ich nicht den Autozug sondern selbstverständlich die Fähre gewählt. Ich fahre gerne mit der Fähre. Ein für Sylter Verhältnisse halbwegs bezahlbares Hotel in Westerland war ebenfalls schnell gefunden. Und meine drei wichtigsten Ziele standen auch schon fest: Lister Ellenbogen, Hörnumer Odde und Morsumer Kliff. Mehr dann je nach Zeit und Laune.
Nach entspannter Anreise über dänische Landstraßen ging es über den Röm-Damm nach Havneby zur Fähre. Nach kurzer Überfahrt bei etwas welliger See habe wir auch schon List auf Sylt erreicht. Nach dem Verlassen der Fähre dann in List gleich rechts abgebogen zum Lister Ellenbogen. Am Ende des Ellenbogens waren zunächst noch eine Handvoll Leute da, aber etwas später hatte ich den Lister Ellenbogen und den nördlichsten Punkt Deutschlands ganz für mich alleine. Die 7 EUR Eintritt für die Zufahrt zum Lister Ellenbogen waren das Geld allemal wert. Tolle Dünenlandschaft, auch schon auf dem kurzen Weg von List zum Lister Ellenbogen, und großartige Strände mit feinstem Sand.
Marschlandschaft vor RömParkplatz für die AussichtBlick Richtung RömTaxi kommtWie üblich mit dem Motorrad: Platz in der ersten ReiheTaxi legt anEingeschifftTaxi fährt zurück, während ich schon auf dem Ellenbogen binEiner der beiden LeuchttürmeBlick auf ListWelliger SandNochmal LeuchtturmStrandStrandUnd StrandDünengrasLange Gerade (mit Schaf links)Leuchtturm von näherMotorrad und noch ein SchafLeuchtturm von nahMotorrad und im Hintergrund ListBasaltsteine zur KüstenbefestigungFeiner SandIch war’sKeiner daNördlichster Punkt DeutschlandsStrand und Promenade in WesterlandStrand und Promenade in WesterlandStrand und Promenade in Westerland
Tag 2: Hörnum und Morsumer Kliff
Am nächsten Tag ging es nach Hörnum. Motorrad geparkt und dann zu Fuß einmal am Strand entlang um das Südende Sylts herum. Das Wandern im losen Sand des Strandes war etwas mühsam, hat sich aber trotzdem gelohnt. Mit lebhaftem Wind gab es auch schönen Wellengang. Wieder in Hörnum angekommen mit einem Kaffee in einer Strandbar gestärkt. Anschließend erneut auf dem Motorrad aufgesattelt und zum Morsumer Kliff gefahren. Den Rundweg am Kliff konnte ich wegen des einsetzenden Regens leider nicht ganz so unbeschwert genießen.
Bei der Fahrt nach Keitum für einen Kaffee am Nachmittag bin ich wieder komplett nass geworden. Und das Café war übervoll. Klar, wenn es regnet, wollen alle lieber drinnen sein.
Nach dem Kaffee also erst mal zurück zum Hotel und etwas frisch machen. Anschließend noch ein Spaziergang durch Westerland. Die Strandpromenade konnte man aber nicht wirklich betreten. Der starke Wind hat den Sand vom Strand hochgeweht, so dass man gesandstrahlt wurde, sobald man sich auf die Promenade gewagt hat. Leckeres italienisches Abendessen und dann wieder ins Hotel.
Leuchtturm von HörnumHäuser in den DünenStrandWellenBeton-Tetrapoden …… zur KüstenbefestigungNochmal der Hörnumer LeuchtturmTetrapodenKliff bei Hörnumsüdliches Ende von SyltWeiter am StrandHörnum kommt wieder in SichtWeg zum Morsumer KliffKlein AfrikaKlein AfrikaKlein AfrikaRoter Fels am Beginn des KliffsMarschlandschaftMorsumer KliffMarschlandschaftAbends nochmal Strandpromenade in Westerland (Dank des starken Windes mit viel Sand in der Luft)
Tag 3: Rückreise
Gut gefrühstückt und dann das Motorrad gepackt. Mit der Fähre ging es dann zurück von List auf Sylt nach Havneby auf Röm. Während der Fährfahrt gab es zum Abschied noch ein paar schöne Blicke auf den Lister Ellenbogen. Die Fahrt nach Hause lief dann abgesehen von einigen Regenschauern unspektakulär ab.
Lister HafenAufreihen zur EinschiffungWir verlassen List auf SyltAuf der FähreLinks List, rechts Lister EllenbogenÖstliches Ende vom Lister EllenbogenAnfahrt nach Röm
Fazit:
Für einen Wochenend-Trip etwas viel Gefahre für An- und Abreise. Nichtsdestotrotz macht Sylt Lust auf weitere Besuche. Dann aber gerne mit etwas weniger Wind und Regen. Zudem habe ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Das Sylt-Aquarium hatte zeitlich nicht mehr reingepasst und ich habe auch keinen Schampus in der Sansibar (oder vergleichbar) getrunken. Während der Anfahrt oder Abfahrt wären sicherlich auch der Besuch eines der Autostrände auf Röm und des Marsk-Tower kurz vor Röm interessant gewesen. Naja, so bleibt noch was fürs nächste Mal!
Nachdem ich in 2018 bereits einige Teile des Wildsnistrail im Nationalpark Eifel gelaufen bin, wollte ich an einem verlängerten Wochenende zwei Etappen des Wildnistrails absolvieren. Am ersten Tag bin ich die erste Etappe des Trails von Monschau-Höfen nach Einruhr gelaufen.
Dazu habe ich mich morgens vom Taxi zum Startpunkt fahren lassen, so dass ich auf meine Unterkunft in Einruhr – direkt am Wildnistrail gelegen – zulaufen konnte. Während der Wanderung gab es schöne Wiesen, Wälder und Bäche zu sehen. Richtig überwältigende Aus- und Weitblicke gab es leider nicht.
Richtig warm geworden ist mir auf der Dreiborner Hochfläche. Nach einem steilen Anstieg, der aber noch schattig im Wald lag, bin ich ziemlich aus der Puste auf die baum- und schattenlose Hochfläche gekommen; dort hat die Sonne bei sowieso schon hohen Temperaturen dann noch für zusätzliche Wärme gesorgt. Und zum Ende der Etappe ist mir noch ein zweites Mal gut warm geworden; die lange und steile Steigung hinter Erkensruhr war ebenfalls recht anspruchsvoll. Da musste ich mehrere Verschnaufpausen einlegen.
Am Ende waren es 23,5 km und 450 Höhenmeter in 7:42 h inklusive Pausen.
Startpunkt Etappe 1„Alte Molkerei“ mit Wildnistrail Infopunkt Waldkapelle bei ErkensruhrBlick auf EinruhrHätte ich das vorher gewusst …Gelaufene Strecke auf OpenStreetMap
Tag 2: Etappe 4 von Heimbach nach Zerkall
Etappe 4 des Wildnistrails ließ sich besser organisieren als die Etappe 1. Da sowohl Start- als auch Endpunkt der Etappe an einer Bahnlinie lagen, brauchte ich kein Taxi nehmen. Ich bin mit dem eigenen Auto zum Zielpunkt nach Zerkall gefahren und habe es dort abgestellt. Dann mit der Bahn von Zerkall nach Heimbach und dort die Etappe 4 gestartet.
Wie bei Etappe 1 auch hier viele Felder, Wälder und Wiesen, aber ansonsten leider keine spektakulären Ausblicke.
Auf der Etappe 4 bin ich 17,5 km und 410 Höhenmeter in 6:50 h inklusive Pausen gelaufen.
Startpunkt Etappe 4Waldsterben gibt es nicht nur im HarzZiel erreichtGelaufene Strecke auf OpenStreetMap
Mit diesen beiden Etappen und den Strecken aus 2018 habe ich nun den größten Teil des Wildnistrail Nationalpark Eifel absolviert. Es fehlen noch die ersten zwei Drittel der Etappe 2 von Einruhr nach Vogelsang und das hintere Drittel der Etappe 3 von der Abtei Mariawald nach Heimbach.
Während meines Urlaubs in der Eifel in 2018 bin ich Teile des Wildnistrail Nationalpark Eifel gewandert. Zunächst bin ich von Morsbach nach Vogelsang IP gewandert. Dies ist ein Teil der zweiten Etappe des Wildnistrails, den ich aber entgegen der üblichen Richtung gelaufen bin.
Gelaufen am 11.06.2018
ModenhübelRund um den ModenhübelRund um den ModenhübelAussichtspunkt KickleyAussicht KickleyEinfahrt zu Vogelsang IPDer Ranger-Hut beim Nationalpark-Zentrum Eifel
Tag 2: Morsbach über Gemünd zur Abtei Mariawald
Danach bin ich in üblicher Richtung von Morsbach über Gemünd zur Abtei Mariawald gelaufen. Damit habe ich dann das letzte Stück der Etappe 2 sowie ca. zwei Drittel der Etappe 3 bewältigt.
Gelaufen am 12.06.2018
Start in der Nähe des Modenhübel / MorsbachDer Rangerhut am Startpunkt der 3. EtappeStartpunkt Etappe 3Finde den Frosch …Wolfgarten
Ende Januar 2023 habe ich den Moselsteig in Angriff genommen. Das wird allerdings ein langfristiges Projekt werden. Der Moselsteig ist über 360 Kilometer lang und teilt die Strecke von Perl nach Koblenz in 24 Etappen. Dabei geht es entlang der Mosel, auch wenn diese nicht immer zu sehen ist. Ich habe die ersten drei Etappen geschafft.
Der große Vorteil der ersten fünf Etappen des Moselsteig liegt darin, dass diese alle entlang der Bahnstrecke der Moseltalbahn angeordnet sind. Man kann also seine Unterkunft an einem festen Ort wählen und dann einfach mit der Bahn zum Startpunkt der jeweiligen Etappe fahren bzw. nach der Wanderung vom Endpunkt wieder zurück. Der Tagesrucksack reicht. Der Rest vom Gepäck bleibt einfach im Hotel.
Etappe 1 von Perl nach Palzem
Von meinem Hotel in Nittel ging es per Bahn nach Perl. Dort habe ich zunächst einen kleinen Abstecher nach Schengen im Großherzogtum Luxemburg gemacht. Danach wieder zurück, um den Moselsteig aufzunehmen.
Das Wetter war an diesem Tag leider recht kalt (knapp unter 0°) und auch windig. Aber zumindest kein Regen und kein Schnee. Für Ende Januar also vergleichsweise gut. Allerdings waren die Wanderwege satt durchnässt und somit sehr matschig und rutschig. Meinem Handy haben die Temperaturen nicht gefallen; es hat nach ca. einem Viertel der Strecke seinen Dienst versagt.
Am offiziellen Startpunkt gab es einen ersten Blick auf die Mosel. Danach war von der Mosel nicht mehr viel zu sehen. Die Etappe ging überwiegend durch Wälder und Felder.
Die Etappe belief sich auf 24,7 km, für die ich 7 Stunden und 20 Minuten gebraucht habe.
Gelaufene Strecke auf OpenStreetMapEinmal über die Brücke nach SchengenDas Saarland, bisher tatsächlich das einzige Bundesland, in dem ich noch nicht warBlick auf Perl und SchengenBlick auf die Mosel vom offiziellen Startpunkt der EtappeViele WegeLinks „D“, rechts „F“
Etappe 2 von Palzem nach Nittel
Die zweite Etappe startet in Palzem und führt zu meinem Unterkunftsort Nittel. Auf dieser Etappe gab es auch schon ein paar nette Moselblicke. Höhepunkte der Strecke waren der Helfanter Dom und die Relax-Bank mit Ausblick auf die Mosel. Leider war es zu kalt, als dass man dort hätte länger auf der Bank liegen bleiben können.
Heute waren es 16,3 km in 5 Stunden und 50 Minuten.
Gelaufene Strecke auf OpenStreetMapAn dieser Kapelle (Ecke Römerstraße / Auf’m Carlsberg) nehme ich den Moselsteig wieder aufNoch eine KapelleHelfanter Dom aus der FerneHelfanter Dom aus der NähePause mit Ausblick
Etappe 3 von Nittel nach Konz
Auf der dritten Etappe war der Start sehr komfortabel, da ich direkt von meiner Unterkunft loswandern konnte. Nach einem kurzen Zwischenstopp für Kaffee und Brötchen beim örtlichen Bäcker ging es schon gegen 7 Uhr los in Richtung der Nitteler Felsen.
Der letzte Teil der Strecker war recht anstrengend, da es zur Löschemer Kapelle über eine lange Strecke kontinuierlich bergauf ging. Und danach alles wieder steil runter. Aber ich bin trotzdem heil in Konz angekommen.
Am dritten Tag waren es 22,1 km in 7 Stunden und 56 Minuten.
Gelaufene Strecke auf OpenStreetMapNitteler FelsenNitteler FelsenNitteler Felsen„Großer Zeiger“Guter Hinweis. Ich hätte es von allein nicht gemerkt …Und noch eine Kapelle, die Löschemer KapelleBlick von der Löschemer KapelleHier fließt die Saar in die MoselAngekommen in Konz
Zusammenfassung
Die drei Tage sind recht erfolgreich verlaufen. In Summe 63 Kilometer und etwas über 1200 Höhenmeter. Das Wetter war für Januar sehr gut. Im Sommer wird der Moselsteig aber sicherlich noch mehr Spaß machen, wenn die Weinberge alle grün sind und man bei entsprechenden Temperaturen auch mal länger draußen sitzen kann. Der wichtigste Ziel habe ich aber auch erreicht. Nachdem ich sonst immer nur 1-Tages-Touren gemacht habe, wollte ich ausprobieren, ob ich auch mehrere Tage Wandern hintereinander durchhalte. Und das hat sehr gut funktioniert.
Randnotiz:
Spannend fand ich die Priorität bei den örtlichen Infrastrukturen: Fünfzehn Weinhandlungen / Weingüter im Ort, drei Kapellen, aber nur ein Bäcker!
Auf dem Fontane-Rundweg ging es durch den Spreewald. Es gibt hier mehrere Wanderwege, die als Fontane-Weg bezeichnet werden. Bei dem von mir gelaufenen Weg befindet sich der Startpunkt in Leipe am Naturhafen. Von dort über Burg Kolonie und dann im Norden im großen Bogen nach Lübbenau. Von dort weiter über Lehde wieder zurück zum Ausgangspunkt in Leipe.
Insgesamt 21,8 km in 5:46 Stunden inklusive Pausen. Keinerlei nennenswerte Höhenmeter im Spreewald außer den Brücken, die man zum Überqueren der Fließe hochsteigen muss. Gelaufen am 28.12.2022.
Gelaufene Strecke auf OpenStreetMapWiese unter WasserGerade Straßen können sie im SpreewaldGerade landwirtschaftliche Wege auchUnd gerade FließeWasserkreuzungKähne in der WinterpauseSchloss LübbenauRunde durch den Spreewald
Auf geht’s zur letzten Etappe auf dem Hexenstieg. Start bei Drei Annen Hohne mit Ziel Treseburg. Zunächst laufe ich nach Königshütte und schaue mir den dortigen Wasserfall an. (Der war gerade etwas dünn; meine heimische Dusche bietet mehr Wasserdurchsatz.) Dann entlang der Talsperre Königshütte. Vorbei an Susenburg und dann durch Rübeland. Den Aussichtspunkt „Hoher Kleef“ habe ich bei meiner letzten Etappe schon mal kurz besucht. Nach Neuwerk kommt als nächste Ortschaft Wendefurth. Dort habe ich mich allerdings etwas verfranst. Eigentlich hätte man in Wendefurth die Staumauer überqueren sollen; ich bin aber irgendwie nordöstlich von Wendefurth an der Bundesstraße herausgekommen, so dass ich von dort nochmal durch Wendefurth hindurch musste, um den Hexenstieg wieder aufzunehmen. Danach ging es immer entlang der Bode nach Altenbrak und weiter bis zum Etappenziel Treseburg.
Insgesamt habe ich mich mit dieser Etappe etwas übernommen. Gemäß üblicher Etappeneinteilung wären dies auch eher eineinhalb Etappen gewesen. Die letzten 10 km musste ich mich auch wirklich durchkämpfen. Da hatte ich dann auch keine große Lust mehr, noch Fotos zu machen. Nichtsdestotrotz habe ich mein Ziel erreicht.
Da ich leider vergessen hatte, meinen GPS-Tracker mit frischen Batterien zu bestücken, gibt es keine genaue Auswertung der Strecke und auch keine Karte. Es müssen aber zwischen 35 und 37 km in 11 Stunden gewesen sein. Gelaufen am 30.07.2022.
Weiter geht’s auf dem HexenstiegStartpunkt Bahnhof Drei Annen HohneParkplatz bei Drei Annen HohneGedenkstein Oberst PetriWildblumenKönigshütter WasserfallHexenfolklore entlang des WegesAussicht vom Hohen KleefPumpspeicherwerk WendefurthEndlich angekommen am Hotel in Treseburg
Da es bei der zweiten Etappe auf den Brocken rauf ging, muss es bei der dritten Etappe folglich wieder runter gehen. Zunächst ging es mit dem Auto von meinem Übernachtungsort Rübeland nach Drei Annen Hohne. Von dort dann mit der Brockenbahn wieder hinauf auf den Brocken.
Der Abstieg vom Brocken erfolgte zunächst sehr unkompliziert über die breite, asphaltierte Brockenstraße. Jede Menge Wanderer und Radfahrer unterwegs. Letztere zunächst keuchend (ohne „e“ am Bike) oder nicht ganz so keuchend (mit „e“ am Bike) den Berg hinauf, um dann mit ordentlich Geschwindigkeit wieder der Berg hinunter zu sausen.
Durch großflächig abgestorbenen Nadelwald führte der Weg dann wieder nach Drei Annen Hohne. Ein Highlight zwischendurch war der Aussichtspunkt „Trudenstein“. Nach erfolgreicher Wanderung mit dem Auto wieder zurück nach Rübeland.
Laut GPS 12,3 km in knapp 3,5 Stunden. Höhenmeter diesmal keine (zumindest nicht aufwärts). Gelaufen am 14.05.2022.
Gelaufene Strecke auf OpenStreetMapVortag: Bahnhof RübelandVortag: BodeVortag: Aussichtspunkt Hoher KleefVortag: Aussicht vom Hohen KleefVortag: Aussicht vom Hohen KleefVortag: Aussicht vom Hohen KleefBahnhof „Drei Annen Hohne“Mit der Bahn zum BrockenBlick vom BrockenStartpunkt BrockenBrockenbahnBrockenstraßeBrockenstraßeWaldsterben 1Waldsterben 2Waldsterben 3Der Weg wird etwas rauerAussichtspunkt TrudensteinAusblick vom TrudensteinLetztes Stück nach Drei Annen HohneHarzer Hexenstieg Etappe 3
Im März 2022 habe ich die zweite Etappe des Harzer Hexenstiegs in Angriff genommen. Nachdem ich mich beim Ende der ersten Etappe etwas verlaufen hatte, habe ich für die zweite Etappe den Weg ungefähr an der Stelle wieder aufgenommen, an der ich zuvor falsch gelaufen bin. Startpunkt war der Parkplatz Dammgraben neben der Bundesstraße. Nun vorbei an dem Fieke-Märtens-Brunnen und der Eisenquelle ging es in Richtung Altenau zum Skigebiet „Rose“. Danach über die „Große Oker“ immer am Dammgraben entlang.
Eine Sitzgelegenheit beim „Nabentaler Wasserfall“ hat sich für die Mittagspause sehr gut angeboten. Danach ging es dann auf recht ruppigen Wegen steil in Richtung Torfhaus weiter. In der Jugendherberge Torfhaus war ich vor mehr als 30 Jahren schon mal auf Klassenfahrt zu Gast. In Torfhaus hat man auch einen ersten guten Blick auf den Brocken. Über den hier beginnenden „Goetheweg“ geht es dann weiter auf den Brocken hinauf. Teilweise auf noch verschneiten Wegen. Der „Neue Goetheweg“ parallel zur Eisenbahnstrecke war noch mit tiefem, schwerem Schnee belegt, was das Wandern sehr mühsam gemacht hat.
Auf dem Brocken selbst gab es leider nur dunstgetrübten Weitblick. Ich bin daher mit dem nächsten Zug wieder losgefahren nach Schierke zu meinem Hotel.
Laut GPS waren es auf der zweiten Etappe insgesamt 21,2 km und 870 Höhenmeter in knapp 8 Stunden. Gelaufen am 25.03.2022.
Startpunkt Parkplatz DammgrabenWegweiserHarzer WasserwirtschaftGelegentliche HindernisseWeiter am Graben entlangEisenquelleEisenquelleImmer noch am GrabenWeitblickVom Sturm umgeworfenSkigebiet Rose bei AltenauWeitblickNabentaler WasserfallAb hier wird der Weg etwas ruppigerUnd steiler und rutschigerGeländer durch umgefallene Bäume beschädigtAnstieg Richtung TorfhausJugendherberge TorfhausBrocken im BlickJetzt mit SchneeTeilweise auch mal ohne SchneeEhemalige innerdeutsche GrenzeStraße zum BrockenEndlich obenDer Brocken auf dem BrockenZurück geht’s mit dem ZugWieder in SchierkeGelaufene Strecke auf OpenStreetMapHarzer Hexenstieg Etappe 2